Plausibles Szenario PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 19. Oktober 2014

Warum wir eine neue Ordnung des Geldes brauchen erläutert Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Instituts, Köln, in seinem gleichnamigen Buch. Seine solide schumpetersche Diagnose lautet: Das herrschende Schuldgeldsystem zerstört das Wirtschaftssystem und bedroht die Demokratie. Der Euro werde ohne (Zentral-)Staat nicht überleben. Außerdem sei es wahrscheinlich, dass „wir in vielen Ländern eine Phase der finanziellen Repression erleben, die in eine zunehmend bürokratisch-sozialistische Wirtschaftspolitik eingebunden ist.“ Für Deutschland prognostiziert der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank zusätzlich eine „gehörige Prise an ökologisch begründetem Dirigismus sowie Einkommens- und Vermögensumverteilung.“ Die damit einhergehende Schwächung des Wachstums werde in eine offene Inflationspolitik münden und das Vertrauen in das überkommene Geldsystem schwer erschüttern.

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Zentralbanksysteme sind falsch organisiert – eine neue Perspektive PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 22. August 2014

Peter G. Klein zielt mit seiner Kritik am Zentralbanksystem auf den organisatorischen Kern: die Institution der Zentralbank selbst. Bisher stehen vor allem makroökonomische Aspekte zur Debatte, allen voran die verfehlte Geld- und Zinspolitik. In seinem Aufsatz „Information, Incentives, and Organization: The Microeconomics of Central Banking“ geht es Klein indes um das Wesentliche – hinter den Aggregaten und statistischen Konstrukten: „Das Problem ist nicht, dass die Fed ein paar Fehler gemacht habe ..., sondern dass ausgerechnet die Institution einer zentralen monetären Autorität inhärent destabilisierend und schädigend für Unternehmertum und wirtschaftliches Wachstum ist.

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Video: Verdeckte, zerstörerische Inflationspolitik PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. Juli 2014

André F. Lichtschlag hat auf überaus freundliche Weise bei eigentümlich frei meinen Vortrag hervorgehoben, den ich beim Ludwig von Mises Institut Deutschland über die verdeckte, zerstörerische Inflationspolitik der Nationalsozialisten gehalten habe. Wer selbst einen Eindruck gewinnen möchte, der kann das über eigentümlich frei oder direkt über die Sons of Libertas tun, die dankenswerterweise die Konferenz aufgezeichnet haben. Die abschließende Podiumsdiskussion ist ebenfalls als Video verfügbar.

Betont sei, dass historisch radikale Beispiele besonders gut als Augenöffner dienen können für aktuelle Entwicklungen, die sich zugleich besser einordnen lassen. Das gilt auch angesichts der sogenannten Sparersteuer, die zunächst in Spanien eingeführt wurde, und dem erwarteten Eigentumsentzug in Deutschland, der besser unter dem Begriff Vermögensabgabe bekannt ist. Wallstreet online hat dazu eine bemerkenswerte Umfrage durchgeführt, die geradezu als Freibrief für die politischen Akteure in Deutschland gelten kann - nach dem Motto: Was erwartet wird, trifft auf wenig Widerstand.

 
Abschreckend: Japans Niedrigzinsmania und Konjunkturstimulanzia PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 30. Juli 2014

Japan dient häufig als Deflationsbeispiel. Die Sanierung der Bankbilanzen dauerte dort 15 Jahre und wurde erst vor kurzer Zeit erreicht. Die Masse der Einschätzungen zur japanischen Geld- und Fiskalpolitik scheint die realwirtschaftliche Lage weitgehend zu ignorieren. Die Ausgangslage vor dem Crash war gekennzeichnet durch:

  • Eine gigantische Assetpreisinflation (Grundstücke, Aktienmarkt).
  • Fundamentale Strukturprobleme der japanischen Wirtschaft, darunter Überkapazitäten und Verschuldung, die auch heute noch nicht zu Produktionsstrukturen geführt haben, die den Wünschen der Konsumenten entsprechen.

Dennoch hat es keine furchterregende Deflationsspirale gegeben: Von 2003-2013 wuchs das reale BIP um 10%, die Gewinne der Unternehmen stiegen, die Menschen shoppten.

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Desaströse Inflation ist Folge von Staatsversagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 19. Juli 2014

Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 gilt als Deflationsmenetekel. Sie war indes viel mehr – der Kulminationspunkt eines Staatsversagens mit katastrophalen Ausmaßen, mithin Ausdruck

  • eines nicht zuletzt durch den ersten Weltkrieg und die Versailler Verträge zerrütteten internationales Finanzsystems,
  • einer (infolgedessen) nicht tragfähigen Auslandsverschuldung Deutschlands,
  • einer Protektionismusspirale, die die internationale Arbeitsteilung zerstörte (der Wiederaufbau der globalen Arbeitsteilung dauerte fast ein halbes Jahrhundert),
  • eines unbezahlbaren Wohlfahrtsstaates bereits in der Weimarer Republik,
  • einer desaströsen Politik des New Deal Interventionismus in den USA.

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Verdeckte Hyperinflation PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 18. Juni 2014

Beim Ludwig von Mises Institut Deutschland ist heute mein Artikel erschienen "Verdeckte Hyperinflation. Die Zerstörung des Geldwesens durch die Nationalsozialisten". Die Darstellung fasst wesentliche Maßnahmen und Entwicklungen zusammen, mit denen die Nationalsozialisten das Geldwesen unter ihre Kontrolle brachten und für ihre Politik missbrauchten. Es handelt sich um eine Kurzfassung des Vortrags, den ich auf der Jahreskonferenz des Mises Instituts in München gehalten haben.

 
Der große Crash – Margin Call PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 09. Juni 2014

Manche Filme ähneln Büchern. Sie gewinnen durch Denkanstöße. Das ist bei Margin Call der Fall. Die kurzweilige Geschichte über den Ausbruch der Finanzkrise am Beispiel einer Investmentbank in New York kann für alle, die sich mit der Finanz- und Staatsschuldenkrise beschäftigt haben, nicht zuletzt als ein Stichwortgeber wirken. Ein zweiter, paralleler Film läuft im Kopf ab: Peter Schiff, Nassim Nicholas Taleb, Russ Roberts, Don Boudreaux, Robert Murphy, Nouriel Roubini, Roland Baader und Claus Vogt sind hier Protagonisten und Drehbuchautoren.

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Konsequente ordoliberale Lektionen aus der Staatsschuldenkrise reichen nicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 05. Juni 2014

Juergen B. Donges kommentiert unter dem Titel „Euro-Schuldendebakel: Die ordnungspolitische Lektion lernen“ das Verhalten der Staaten in der Europäischen Währungsunion und plädiert für mehr Eigenverantwortung. Seine Argumentationslinie sieht wie folgt aus:

  • Die EU-Währungsunion ist mit Ansage gescheitert, die Vorbehalte der im Juni 1992 warnenden Ökonomen haben sich bewahrheitet.
  • Die Regierungen haben die selbst verordneten Regeln nicht eingehalten: keine solide Haushaltspolitik, Verstoß gegen die Nicht-Haftungsklausel, Finanzierung von Staatsdefiziten durch die EZB.
  • Die Folgen sind: bedenkenlose Staatsverschuldung und Inkaufnahme struktureller Verwerfungen, risikoignorante Kreditvergabe der Banken, ungezügelter Verschuldungskonsum der privaten Haushalte.
  • Nun gelte es „Kompetenz und Haftung“ (Walter Eucken) wieder auf nationaler Ebene zu verbinden, gemeinschaftliche Haftung auszuschließen, die Haushalte zu konsolidieren und Insolvenzen für Staaten und Banken zuzulassen.

Anmerkung: Ordnungspolitisch korrekt, aber die ökonomische Vernunft ist schon lange nicht mehr maßgeblich für das Handeln von EU und nationalen Regierungen. Zudem: staatliche Institutionen lassen sich jederzeit politisieren. Dagegen hilft nur Markt statt Staat.

 
Ein Offenbarungseid. Europäische Zentralbank erwägt Minuszinsen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 30. Mai 2014

Was bedeutet es, wenn die EZB auf ihrem Ratstreffen am 5. Juni den Leitzins auf Null und den Einlagenzins für Guthaben der Geschäftsbanken bei der EZB auf -0,1 Prozent senken wird? In einer Marktwirtschaft bildet sich der Zins als Verhältnis zwischen der Präferenz zu konsumieren oder zu sparen heraus. Je mehr Menschen bereit sind, auf gegenwärtigen Konsum durch Sparen zu verzichten, desto niedriger ist der Zins. In einer Marktwirtschaft ist der Zins ein Signal: Die gebündelten Präferenzen von Millionen von Menschen zeigen, ob sich Investitionen lohnen. Steht viel gespartes Kapital zur Verfügung, dann sind die Zinsen niedrig und mehr Vorhaben werden finanzierbar. In einem marktwirtschaftlichen Geldwesen gibt es keinen negativen Zins.

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Trügerische Ruhe PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 24. April 2014

Die Euro-Krise ist längst nicht überwunden, weil die Regierungen weiter über ihre Verhältnisse leben

Die Euro-Krise ist keineswegs ausgestanden. Mitten im verflixten siebten Jahr der Weltfinanzkrise sollen Wachstum und Stabilität nach Deutschland und Europa zurückkehren. Indes ist aus einer heftigen Immobilien- und Finanzkrise eine veritable Staatsschuldenkrise mit wachsender ökonomischer und politischer Sprengkraft geworden. Die Krisenursachen bestehen trotz und aufgrund der Rettungsmaßnahmen fort.

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