Zitat des Monats 2013
Zitat des Monats Dezember 2013 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 30. November 2013

I believe in the supreme worth of the individual and in his right to life, liberty, and the pursuit of happiness.

I believe that every right implies a responsibility; every opportunity, an obligation; every possession, a duty.

I believe that the law was made for man and not man for the law; that government is the servant of the people and not their master.

I believe in the dignity of labor, whether with head or hand; that the world owes no man a living but that it owes every man an opportunity to make a living.

I believe that thrift is essential to well ordered living and that economy is a prime requisite of a sound financial structure, whether in government, business or personal affairs.

I believe that truth and justice are fundamental to an enduring social order.

I believe in the sacredness of a promise, that a man's word should be as good as his bond; that character - not wealth or power or position - is of supreme worth.

I believe that the rendering of useful service is the common duty of mankind and that only in the purifying fire of sacrifice is the dross of selfishness consumed and the greatness of the human soul set free.

I believe in an all-wise and all-loving God, named by whatever name, and that the individual's highest fulfillment, greatest happiness, and widest usefulness are to be found in living in harmony with His will.

I believe that love is the greatest thing in the world; that it alone can overcome hate; that right can and will triumph over might.

John D. Rockefeller, Jr. on July 8, 1941, in a radio broadcast appeal on behalf of the United Service Organizations and the National War Fund

 
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Donnerstag, 31. Oktober 2013

So breitet der Souverän, nachdem er jeden Einzelnen der Reihe nach in seine gewaltigen Hände genommen und nach Belieben umgestaltet hat, seine Arme über die Gesellschaft als Ganzes; er bedeckt ihre Oberfläche mit einem Netz kleiner, verwickelter, enger und einheitlicher Regeln...; er bricht den Willen nicht, sondern er schwächt, beugt und leitet ihn; er zwingt selten zum Handeln, steht vielmehr ständig dem Handeln im Wege; er zerstört nicht, er hindert die Entstehung; er tyrannisiert nicht, er belästigt, bedrängt, entkräftet, schwächt, verdummt und bringt jede Nation schließlich dahin, daß sie nur noch eine Herde furchtsamer und geschäftiger Tiere ist, deren Hirte die Regierung.

Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika (Abschnitt „Welche Art Despostismus die demokratischen Nationen zu befürchten haben“), Erstauflage 1835, Stuttgart 1985, 344.

 
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Montag, 30. September 2013

Dass diese Frage in der Vergangenheit nicht klar genug gestellt worden ist, hat mit dem Begriff der "europäischen Integration" zu tun. Denn "Integration" kann je nach Zusammenhang zwei völlig verschiedene, ja oft gegensätzliche Dinge bedeuten: zum einen die Integration der Märkte, zum anderen die Integration der Politik. Bei der Integration der Märkte handelt es sich darum, die Beschränkungen des internationalen Wettbewerbs und die Subventionen zu beseitigen, mit denen jedes Land seine eigenen Produzenten schützt. Dagegen ist politische Integration die Vereinheitlichung und Zentralisierung der Politik. Zwischen der Marktintegration und der politischen Integration besteht meist ein Gegensatz, weil das Ausmaß der staatlichen Einmischung durch die Marktintegration vermindert, durch die Politikintegration aber vergrößert wird.

Roland Vaubel: Europa-Chauvinismus: Der Hochmut der Institutionen, Universitas Verlag 2001, 2f.

 
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Sonntag, 01. September 2013

Ich möchte Ihnen einen Gedanken zumuten ... Dieser Gedanke lautet: Sie haben Ihr Leben, so wie es jetzt ist, frei gewählt. Diesen Alltag, diesen Job, diesen Partner (oder auch ihr Single-Dasein) – all das und alle anderen Umstände sowie Begleitumstände Ihres Lebens: Sie haben sie gewählt. Dafür sind Sie verantwortlich. Und nur Sie. ... Mit jeder Wahl sind aber zwangsläufig bestimmte Auswirkungen verbunden, die wir gleichzeitig mitwählen. Es gibt keinen Trick in der Welt, der es uns erlaubt, diesen Konsequenzen auszuweichen. Aber genau das scheinen alle zu erwarten. Und wenn das nicht gelingt, nicht gelingen kann, fangen sie an zu jammern.

Reinhard K. Sprenger: An der Freiheit des anderen kommt keiner vorbei, Frankfurt am Main 2013, 18f.

 
Zitat des Monats August 2013 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 31. Juli 2013

Wohlfahrt ist an sich etwas sehr schönes, ein selbstverständliches soziales Ideal, gegen das niemand etwas einwenden wird. Die Frage ist nur, ob und inwieweit die Sorge für die Wohlfahrt jedes Einzelnen zur Sache des Staates gemacht werden kann, soll und darf. Und wenn wir das Programm des totalen Wohlfahrtsstaates bekämpfen zu müssen glauben, so ausschließlich deshalb, weil es den Staat zum alleinigen Träger und Garanten der Wohlfahrt Aller macht, weil es dem Staat sozusagen das Wohlfahrtsmonopol verleiht: Alle Wohlfahrt durch den Staat!

Alexander Rüstow: Wohlfahrtsstaat oder Selbstverantwortung?, in: Wirtschaftspolitische Mitteilungen 12 (1956) H. 5 (Mai), 1-10, hier 2.

 
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Samstag, 01. Juni 2013

Wir wollen über unser Leben selbst bestimmen. ... Selbstbestimmt ist unser Leben, wenn es uns gelingt, es innen und außen in Einklang mit unserem Selbstbild zu leben - wenn es uns gelingt, im Handeln, im Denken, Fühlen und Wollen der zu sein, der wir sein möchten. Und umgekehrt: Die Selbstbestimmung gerät an ihre Grenzen oder scheitert ganz, wenn zwischen Selbstbild und Wirklichkeit eine Kluft bleibt.

Peter Bieri: Wie wollen wir leben?, 3. Aufl. Salzburg 2011, 7 und 13.

 
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Samstag, 01. Juni 2013

Der Buddha war, historisch gesehen, der erste Mensch, der anfing logisch zu denken. Vor ihm war alles nur eine Glaubensangelegenheit, und damals konnte man beinahe an alles glauben. Aber der Buddha hat zum ersten Mal gesagt: "Nicht was ihr glaubt ist wichtig, sondern was ihr tut, und was ihr seid, und was ihr fühlt. Nur wenn eine Lehre mit der eigenen Erfahrung übereinstimmt, dann sollt ihr sie akzeptieren. Ihr sollt nicht einmal meine eigenen Lehren vom Hörensagen übernehmen, sondern nur dann, wenn ihr sie, aus eurem eigenen Blickwinkel her betrachtet, versteht." Ich weiß nicht, ob es jemals einen anderen religiösen Führer gegeben hat, der eine ähnlich freie Haltung zeigte, mit Ausnahme vielleicht von Lao Tse.

Lama Anagarika Govinda, in: Renée Weber (Hg.): Wissenschaftler und Weise, Berlin 1992.

 
Zitat des Monats Mai 2013 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. Mai 2013

The distinguishing mark of the great thinkers of the ages was their comparative freedom from the prejudices of their time and community.

Henry Hazlitt: Thinking as a Science, Erstazflage 1916, Neuauflage Aubrun 2008, 119.

 
Zitat des Monats April 2013 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 31. März 2013

Der Grund dafür, daß viele der neuen Wohlfahrtsmaßnahmen der Regierung eine Bedrohung der Freiheit darstellen, ist, daß sie, obwohl sie als bloße Dienstleistungen dargestellt werden, in Wirklichkeit eine Ausübung der Zwangsgewalt der Regierung darstellen und auf ihrem Anspruch auf ausschließliche Rechte in bestimmten Gebieten beruhen.

Friedrich August von Hayek: Die Verfassung der Freiheit, Tübingen 1971, 329.

 
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Donnerstag, 28. Februar 2013

So taucht in der gegenwärtigen Krisis vielfach der Glaube an Universalheilmittel auf, wie Glatzköpfe auf Eau de Lob und Hypochonder auf Pillen schwören, die vom König Humbug allerorten als Mittel gegen Hühneraugen und Schwindsucht u.s.w. angepriesen werden. Eines dieser Allheilmittel ist die Staatshilfe und die Vormundschaft über einen Teil des Volkes, den man für die volle Freiheit nicht reif hält, als ob es möglich wäre, schwimmen zu lernen ohne ins Wasser zu gehen.

Max Wirth: Die Hebung der arbeitenden Klassen durch Genossenschaften und Volksbanken, Erstauflage 1865, Neuauflage München 2013, 14.

 
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Donnerstag, 31. Januar 2013

Wir müssen heute diesen Grundformen noch die jüngste und vielleicht furchtbarste Herrschaftsform hinzufügen, die Bürokratie oder die Herrschaft, welche durch ein kompliziertes System von Ämtern ausgeübt wird, bei der man keinen Menschen mehr, weder den Einen noch die Wenigen, weder die Besten noch die Vielen, verantwortlich machen kann, und die man daher am besten als Niemandsherrschaft bezeichnet. ... Ein Hineintreiben in solche Niemandsherrschaft kennzeichnet heute nahezu überall die politische Situation ...

Hannah Arendt: Macht und Gewalt, engl. Erstaufl. 1969, Piper Verlag 12. Auflage 1996, 39f.

 
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Montag, 31. Dezember 2012

Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit ist nicht besser als ihre Zerstörung im Namen der Notwendigkeit, sie zu beseitigen. In mancher Hinsicht ist es sogar schlimmer. Ein Laster ist noch weniger entschuldbar, wenn es von Tugendlehrern ausgeübt wird, denn diese sind noch mehr als andere gehalten, ihre Grundsätze zu befolgen.

Alan de Benoist: Totalitarismus. Kommunismus und Nationalsozialismus - die andere Moderne 1917-1989, Berlin 2001, 39.

 


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