Zitat des Monats 2012
Zitat des Monats Dezember 2012 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 29. November 2012

Wehe dem, der glaubte, man könnte Europa etwa zentralstaatlich zusammenfassen, oder man könnte es unter eine mehr oder minder ausgeprägte zentrale Gewalt stellen. Nein – dieses Europa hat seinen Wert auch für die übrige Welt gerade in seiner Buntheit, in der Mannigfaltigkeit und Differenziertheit des Lebens. Das sind die Elemente, die unserem Dasein Farbe geben und das Leben lebenswert machen.

Ludwig Erhard: Europa und Schweden, Auszüge aus einer Rede in Stockholm, 23. März 1963.

 
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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Wer Freiheit als Verantwortung lebt, kommt letztlich bei den besten und tiefsten Potenzen an, die uns Menschen angelegt sind. Und unsere Seelen belohnen uns dafür, wenn wir uns als Herausgeforderte und auf andere Wesen Bezogene verstehen. Wir erleben Gemeinschaft und Glück.

Joachim Gauck: Winter im Sommer - Frühling im Herbst. Erinnerungen, 9. Aufl. München, 2011 337.

 
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Sonntag, 30. September 2012

Gleichheit am Anfang (Startgerechtigkeit) kann man im Namen der Gerechtigkeit fordern, Gleichheit am Ende nur im Namen des Neides. Jedem das seine fordert die Gerechtigkeit, jedem dasselbe der Neid.

Alexander Rüstow: Ortsbestimmung der Gegenwart, Bd. III: Herrschaft oder Freiheit, Erlenbach-Zürich und Stuttgart, 1957, 90)

 
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Samstag, 01. September 2012

Man kann Liberalismus nicht ohne Nationalökonomie verstehen. Denn der Liberalismus ist angewandte Nationalökonomie, ist Staats- und Gesellschaftspolitik auf wissenschaftlicher Grundlage.

Ludwig von Mises: Liberalismus, 3. Auflage Sankt Augustin 2000, 170.

 
Zitat des Monats August 2012 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 01. August 2012

Die größte Gefahr für die Zukunft des Systems geht gegenwärtig von der Schuldenpolitik der keynesianisch vergifteten Staaten aus. Sie steuert so diskret wie unvermeidlich auf eine Situation zu, in der die Schuldner ihre Gläubiger wieder einmal enteignen werden - wie schon so oft in der Geschichte der Schröpfungen, von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des zwanzigsten Jahrhunderts. Neu ist an den aktuellen Phänomenen vor allem die pantagruelische Dimension der öffentlichen Schulden. Ob Abschreibung oder Insolvenz, ob Währungsreform, ob Inflation - die nächsten Großenteignungen sind unterwegs.

Peter Sloterdijk: Die Revolution der gebenden Hand, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 13.06.09.

 
Zitat des Monats Juni 2012 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 01. Juni 2012

Die Politik kann die ökonomischen Gesetze nicht außer Kraft setzen, aber sie kann so tun, als ob sie dazu in der Lage wäre. Leider dauert es eine ganze Weile, bis diese Täuschung ihre jeweils desaströsen Wirkungen voll entfaltet und damit offensichtlich wird.

Roland Baader: Freiheitsfunken. Aphoristische Impfungen, Gräfelfing 2008, 39.

 
Zitat des Monats Mai 2012 PDF Drucken E-Mail

Wir wollen ein künftiges Europa doch nicht etwa als einen zentralistischen Staat aufbauen, sondern wir wollen … ein föderatives, möglichst reich gegliedertes Europa, in dem die einzelnen Länder und, wenn sie wollen, die Stämme, ich brauche ja nur mein eigenes Vaterland anzusehen – noch hinreichend Gelegenheit haben, ein ihren Vorstellungen entsprechendes Eigenleben zu führen, ohne dass damit die Geschlossenheit und Einheitlichkeit des Gemeinsamen Marktes oder auch der politischen Kraft Schaden leiden müsste.

Ludwig Erhard: Planification – kein Modell für Europa, Rede vor dem Europäischen Parlament in Strassburg, 20. November 1962.

 
Zitat des Monats März 2012 PDF Drucken E-Mail

Liberale Ordnung auf der einen Seite und eine starke Bürgergesellschaft mit einer starken Marktwirtschaft auf der andren Seite sind für mich nach wie vor die Ziele des Liberalismus. Ich kann in dieser Hinsicht keine besondere Krise erkennen. Allerdings kann, ja muss man von einer Krise der Parteien sprechen, die sich als liberal bezeichnen, und in diesem Sinn handelt es sich in der Tat um eine Krise des politischen Liberalismus. Aber das beschäftigt mich nicht besonders; ich glaube, dass wir uns mehr Sorgen um das Schicksal der Freiheit als um das Schicksal der liberalen Parteien machen sollte.

Ralf Dahrendorf: Die Krisen der Demokrtie. Ein Gespräch, München 2002, 14.

 
Zitat des Monats Februar 2012 PDF Drucken E-Mail

Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Trug und Lug. In dieser Hinsicht haben sich Regierungen als weit unmoralischer erwiesen, als es je eine privatrechtliche Körperschaft hätte sein können, die im Wettbewerb mit anderen eigene Arten von Geld auf den Markt bringt.

Friedrich August von Hayek: Die verhängnisvolle Anmaßung. Die Irrtümer des Sozialismus, Tübingen 1996, 112.

 
Zitat des Monats Januar 2012 PDF Drucken E-Mail
Freitag, 30. Dezember 2011

So gesehen läßt sich daher die ganze Lehre von der Wirtschaft auf eine einzige Lektion und diese Lektion auf einen einzigen Satz reduzieren. Die Kunst des Wirtschaftens besteht darin, nicht nur die unmittelbaren, sondern auch die langfristigen Auswirkungen jeder Maßnahme zu sehen; sie besteht ferner darin, die Folgen jedes Vorgehens nicht nur für eine, sondern für alle Gruppen zu bedenken.

Henry Hazlitt: Econmics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft, Neuauflage München 2009, 27.

 


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