Zitat des Monats 2006
Zitat des Monats Dezember 2006 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 26. November 2006

"... daß die Koordination der wirtschaftlichen Tätigkeiten, der wir unsere Fähigkeit zur Erhaltung der gegenwärtigen Weltbevölkerung verdanken, unserem Vertrauen auf die Führung durch Preise zuzuschreiben ist, die auf wettbewerblichen Märkten bestimmt werden und die die unentbehrlichen Signale erzeugen, die uns sagen, was wir zu tun haben."

Friedrich August von Hayek: Der Strom der Güter und Leistungen, 7.

 
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Dienstag, 31. Oktober 2006

Zugleich entwickelte sich auf Grund der von der Kirche proklamierten pax christiana ein internationaler Fernhandel, der netzartig alle diese Städte mit einander verknüpfte und starke Fäden auch nach dem nahen, ja selbst dem fernen Osten zog. So entstand eine weltweite Arbeitsteilung. Das Welthandelsgeflecht erhöhte nicht nur fortwährend den Reichtum aller an ihm Beteiligten, und zwar einen auf unfeudale Weise gewonnenen Reichtum, sondern führte auch zu einer entsprechenden Ausweitung des geistigen und kulturellen Horizontes, der Spannweite des Denkens und Fühlens, Planens und Wollens.

Alexander Rüstow: Ortsbestimmung der Gegenwart, Bd. II, 246.

 
Zitat des Monats Oktober 2006 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 10. September 2006

Vielleicht ist auch aus der jüngsten Geschichte ein etws falscher Zungenschlag in den Begriff der Freiheit gekommen, indem man immer nur gehört hat; "Freiheit von ...", zum Beispiel: Freiheit von Hunger, Freiheit von Not, aber nie "Freiheit wofür ...". Ich glaube aber, im Begriff oder in der Frage nach der "Freiheit für etwas" liegt eigentlich der wirkliche Kern; denn da wird der Einzelne selbst angesprochen, da leuchten dann die eigentlichen Bindungen der Nächstenliebe, der Pflicht, der Menschenwürde und anderer hoher Werte auf."

Ludwig Erhard, Ansprache vor dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU 1961.

 
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Samstag, 30. September 2006

Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muß dem Mächtigen, der ihn bezahlt,
Um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehen, früh oder spät,
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.

Friedrich Schiller, Demetrius I 3, Sapieha

 
Zitat des Monats August 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 02. September 2006

„Es bleibt der Hang, vor jedem auftauchenden Problem in die behördliche Regelung zu flüchten – in Europa in der besonders absurden Form, für ein auf nationaler Stufe sich als unlösbar erweisendes Problem die Lösung auf internationaler Stufe von supranationalen Behörden zu erwarten – und hinter der Fassade der Marktwirtschaft die Entwicklung zur bürokratischen  Erstarrung und zur Allmacht des Staates bewusst oder unbewusst weiter voranzutreiben. Es bleibt die Neigung, dem Staat im Namen der wirtschaftlich-sozialen Sicherheit immer neue Aufgaben zuzuweisen und damit dem Steuerzahler immer neue Ausgaben aufzubürden.“
Wilhelm Röpke: Jenseits von Angebot und Nachfrage, 51f.

 
Zitat des Monats Juli 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 01. Juli 2006

"Was wir hier brauchen, das ist eine Freiheitspflicht, eine Pflicht zur Freiheit, die jeden Menschen verpflichtet, seine eigene Freiheit zu wahren, und die solidarischerweise jeden Menschen verpflichtet, jedem anderen Menschen, der seine Freiheit verloren hat, nach Kräften zur Wiedererlangung dieser verlorenen Freiheit zu verhelfen. Denn das wissen wir ja nun, dass diese Dinge rein individuell gar keine praktische Bedeutung haben, das isolierte Individuum kann weder seine Freiheit wahren, noch seine Freiheit wiedergewinnen, sondern beide Probleme sind im höchsten Maße soziale Probleme. Freiheit lässt sich überhaupt nur sozial durch eine freiheitliche Staats- und Gesellschaftsordnung realisieren."

Alexander Rüstow, Rede und Antwort, 307f.

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Zitat des Monats Juni 2006 PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 22. Februar 2006

"Es gibt keinen Weg zur Freiheit, die Freiheit ist der Weg!"

In Anlehnung an Gandhi

 
Zitat des Monats Mai 2006 PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 15. Januar 2006

„Der Staat soll den Bürgern viel geben und wenig nehmen.“

Frédéric Bastiat, Der Staat (1848).

 
Zitat des Monats April 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. August 2005

„Millionen, so scheint es, befinden sich in der Lage von Menschen, die, von einer Lawine verschüttet, jede Orientierung und jedes Gefühl für oben und unten verloren haben und sich nun in ihrer kopflosen Angst nur noch immer tiefer in den Schnee eingraben … Dieser Absicht, Orientierungen zu bieten, liegt jede hohepriesterliche Gebärde fern. Sie bedeutet nichts anderes als dass möglichst vielen die Jahre geistiger Anstrengungen und mancher Irrwege erspart werden sollen, die der Verfasser selbst benötigt hat, um zu derjenigen Klarheit zu gelangen, die er heute zu besitzen glaubt.“

Wilhelm Röpke, Gesellschaftskrisis der Gegenwart, 7f.
 
Zitat des Monats März 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. August 2005

„Weniger arbeiten“, „besser leben“, „mehr verdienen“, „schneller zu Reichtum gelangen“, über Steuern klagen, aber dem Staat höhere Leistungen abzuverlangen – das alles kennzeichnet zusammen eine geistige Verirrung und Verwirrung, die kaum noch zu überbieten ist und die, auf die Spitze getrieben, die Grundfesten unserer gesellschaftlichen Ordnung zu zerstören  geeignet wäre.“

Ludwig Erhard, Gebt dem Staate, was des Staates ist, in: Die Zeit vom 21.November 1957.
 
Zitat des Monats Februar 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. August 2005
 „Es muss alles getan werden, um den Schwerpunkt der Lebensverantwortung wieder zu verlegen vom staatlichen Zentrum an die Stelle, die gesundes Denken und geschichtliche Erfahrung als die natürliche Seite verlangt, hin zum einzelnen inmitten seiner Familie, zu den dezentralisierten, staatsfreien Organisationen, zu den breiten Schichten der Völker. An dieser Aufgabe … entscheidet sich das Schicksal unserer Kultur, deren Wesen Freiheit und Persönlichkeit sind.“
Wilhelm Röpke, Wort und Wirkung, 246.
 
Zitat des Monats Januar 2006 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. August 2005

„Mit den Mitteln, die der menschlichen Politik zur Verfügung stehen, kann man wohl die Menschen reich oder arm machen, aber man kann nie dazu gelangen, sie glücklich zu machen und ihr innerstes und tiefstes Sehnen zu befriedigen. Da versagen alle äußeren Hilfsmittel. Alles, was die Politik machen kann, ist die äußeren Ursachen von Schmerz und Leid beheben; sie kann ein System fördern, das die Hungernden sättigt, die Nackten kleidet und die Obdachlosen behaust. …
[Der Liberalismus] sucht nur äußeren Wohlstand zu schaffen, weil er weiß, dass der innere, der seelische Reichtum dem Menschen nicht von außen kommen kann, sondern nur aus der eigenen Brust. Er will nichts anderes schaffen als die äußeren Vorbedingungen für die Entfaltung des inneren Lebens. Und es kann kein Zweifel daran bestehen, dass der in verhältnismäßigem Wohlstand lebende Bürger des 20. Jahrhunderts leichter seine seelischen Bedürfnisse befriedigen kann als etwa der Bürger des 10. Jahrhunderts …“

Ludwig von Mises, Liberalismus, 3f.
 


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