Für Sie gelesen

Einschätzungen und Rezensionen bemerkenswerter Bücher, die nicht bereits Bestandteil des ordnungspolitischen Kanons sind, erscheinen in dieser Rubrik.



Die Idee der Freiheit (G. Schwarz u.a) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 10. Juni 2007

CoverGerhard Schwarz, Gerd Habermann, Claudia Aebersold Szalay (Hg.): Die Idee der Freiheit. Eine Bibliothek von 111 Werken der liberalen Geistesgeschichte, Verlag Neue Zürcher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Buch, Zürich und Frankfurt am Main 2007, 237 S., 24,90 EUR.

Kompendien über ökonomische Bücher haben Konjunktur. Gerade hat die Friedrich August von Hayek-Gesellschaft 111 Buchperlen der Freiheit ausgewählt, aufgereiht und gewürdigt. Zuvor sind bereits das 650 Seiten umfassende „Lexikon der ökonomischen Werke“, herausgegeben von Dietmar Herz und Veronika Weinberger, das wegweisende Schriften seit der Antike versammelt, und der von Michael Hüther, getAbstract und der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitete Band „Klassiker der Ökonomie. Von Adam Smith bis Amartya Sen“ erschienen.

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Reformen anpacken! (W. Müller-Michaelis) PDF Drucken E-Mail
Samstag, 31. März 2007

CoverWolfgang Müller-Michaelis: Neue Wege zu mehr Beschäftigung. Ein Gegenentwurf zur gescheiterten Reformpolitik, Resch-Verlag Gräfelfing 2007, 269 S., 16,90 EUR.

Der aktuelle Konjunkturaufschwung wird gerne mit der Lösung der strukturellen Probleme unserer Volkswirtschaft verwechselt. Indes steht die ordnungspolitische Wende in Deutschland nach wie vor aus. Ein praktikabler Gegenentwurf zur gescheiterten Reformpolitik tut Not.

Wolfgang Müller-Michaelis sucht den gordischen Knoten zu durchschlagen, indem er seinen kompakten Lösungsansatz unter den Primat der Beschäftigung stellt – frei nach der Formel: sozial ist, was Arbeit schafft. In dreizehn lose aufeinander folgenden Kapiteln werden Wege zu mehr Beschäftigung skizziert, wird für eine Wiederbelebung der Sozialen Marktwirtschaft geworben. Denkblockaden zu lösen ist dabei eine Art Herzensangelegenheit des früheren Generalbevollmächtigten der Deutschen BP AG. So räumt Müller-Michaelis mit zwei Mythen auf: Die verbreitete Annahme, es gebe eine fixe Arbeitsmenge und die Vorstellung, produktiv sei nur die Industrie. Tatsächlich ist Arbeit in unbegrenztem Ausmaß vorhanden, nur nicht am offiziellen Arbeitsmarkt, und infolge des Strukturwandels geben wir alle den größten Teil unseres Budgets für Dienstleistungen aus.

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Worauf warten wir? (N. Wolf) PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 07. März 2007

Cover… fragt Abtprimas Notker Wolf in seinem lesenswerten Buch über staatliche Missstände und individuellen Möglichkeiten, diesen zu begegnen.

Ausgangspunkt bildet sein klares Urteil: „Der Betreuungsstaat sozialdemokratischer Prägung ist bereits am Ende.“ (S. 16). Konsequent fordert der Benediktiner ein grundsätzliches Umdenken – weg vom bundesdeutschen Primat der Gleichheit hin zur Wiedererlangung der Freiheit. Letztlich geht es um nichts weniger als eine Grasswurzelrevolution in den Köpfen, denn ihr folgen die notwendigen Taten. Während der überkommene pseudomoralische Obrigkeitsstaat gehorsame, resignierte, verzagte und somit entmündigte Bürger benötigt, ermöglicht eine Ordnung der Freiheit unsere individuelle Entfaltung. Und diese Ordnung ist greifbar, wir selbst haben die dafür erforderlichen Veränderungen in unserer Hand, lautet die frohe Botschaft: „Aller Erfahrung nach ändern sich die Verhältnisse nämlich in dem Moment, in dem ich selbst sie ändere.“ (S.35). Diese positive Sicht durchzieht das ganze Buch.

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Die deutsche Wirtschaftsordnung ist in einem traurigen Zustand (H. Siebert) PDF Drucken E-Mail
Montag, 09. Oktober 2006

Horst Siebert: Jenseits des Sozialen Marktes. Eine notwendige Neuorientierung der deutschen Politik. 539 S., Deutsche Verlags-Anstalt, München 2005.

„Im Laufe der letzten 40 Jahre ist Deutschland im Bereich seiner wirtschaftlichen Steuerung einem Irrweg gefolgt.“ (S. 515) So lautet die Botschaft des emeritierten Präsidenten des renommierten Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, der zudem von 1990 bis 2003 Mitglied des Sachverständigenrates war und nun in Bologna lehrt. Das Steuerungsproblem durchdringt alle Bereiche des deutschen Wirtschaftssystems wie Siebert in 14 Kapiteln vom Arbeitsmarkt über die sozialen Sicherungssysteme, die Gütermärkte und den Umweltschutz bis zur Finanzpolitik aufzeigt. Die deutsche Wirtschaftsordnung befindet sich in einem traurigen Zustand. Die Lektüre der durch die Politik verschuldeten Fehlentscheidungen, vor allem der eklatante Mangel an Vernunft machen wütend.

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Weniger Staat - mehr Mensch! (R. Sprenger) PDF Drucken E-Mail
Montag, 09. Oktober 2006

CoverReinhard K. Sprenger: Der dressierte Bürger. Warum wir weniger Staat und mehr Selbstvertrauen brauchen. 196 S., Campus Verlag, Frankfurt/ Main 2005

Reinhard K. Sprenger ist unserer Zeit voraus. Während Deutschland angesichts von Reformstau, Besitzstandwahrung und politischer Alternativlosigkeit wehleidig Nabelschau betreibt und Wissenschaft und Wirtschaft immer neue altbekannte Reformvorschläge zur Stabilisierung des über- und verkommenen bundesdeutschen Systems diskutieren, stellt der zum Philosoph gereifte Managementberater die Systemfrage. Mehr noch, er erklärt das bundesdeutsche System für gescheitert. Er fordert eine Neuordnung der Gesellschaft. Seine konkrete Utopie lautet: Freiheit. Sein Ausgangs- und Zielpunkt ist der Mensch – selbst bestimmt, selbst verantwortlich, selbst vertrauend. Ein Manifest der Freiheit! .

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