Für Sie gelesen

Einschätzungen und Rezensionen bemerkenswerter Bücher, die nicht bereits Bestandteil des ordnungspolitischen Kanons sind, erscheinen in dieser Rubrik.



Geld, Preise, Zinsen und die Zukunft des Abendlandes (Institut für Wertewirtschaft) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 23. März 2008

Das Institut für Wertewirtschaft in Wien hat im letzten halben Jahr drei lesenswerte Broschüren vorgelegt, die mehr als ein Grundverständnis über die Entstehung und Funktionsweise von Geld, Preisen und Zinsen vermitteln. Sie räumen mit verbreiteten Fehlurteilen über diese alternativlosen Kernelemente unseres Wirtschaftens auf. Zugleich lassen die sorgfältig verfassten Analysen erkennen, was eine Wert orientierte Wirtschaftsweise ausmacht und wieso diese im Gegensatz steht zu unserem heute vielfach aufgeblähten Scheinwirtschaftssystem.

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Ordnungspolitik in Österreich (Dirninger u.a.) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 06. Januar 2008

CoverChristian Dirninger/ Jürgen Nautz/ Engelbert Theurl/ Theresia Theurl: Zwischen Markt und Staat. Geschichte und Perspektive der Ordnungspolitik in der Zweiten Republik (Böhlau Verlag), Wien, Köln, Weimar 2007, 555 S., 59,00 €.

Die Sehnsucht nach einem Dritten Weg ist groß. Gesucht wird eine tragfähige Versöhnung der als Antagonismen angesehenen Pole freier Tausch freier Menschen, dem wir die Chiffre Markt gegeben haben, und Staat, also der Gruppe, die über das Gewaltmonopol verfügt. Bezeichnender Weise soll eine derartige Lösung nach Ansicht Vieler in einer Vermischung beider Sphären bestehen. Diese Einschätzung prägt sowohl das Verständnis der Autoren des handbuchartigen Bandes mit dem folgerichtigen Titel „Zwischen Markt und Staat“ als auch Zustand, Geschichte und Perspektive der österreichischen Ordnungspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg.

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Österreichische Steuerlehre (K. von Blumenthal) PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 01. Januar 2008

CoverKarsten von Blumenthal: Die Steuertheorien der Austrian Economics. Von Menger zu Mises, Metropolis-Verlag 2007, Marburg 2007, 436 S., 38,00 €.

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit. Ein Grund dafür sind die methodischen Mängel von Neoklassik und Neokeynsianismus, ein anderer die populäre Wiederbelebung des Gedankenguts durch vielfach private Initiativen nicht zuletzt im angelsächsischen Raum. Ein bislang unerschlossenes Thema sind die Steuertheorien.

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Der Che Guevara Mythos (Alvaro Vargas Llosa) PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 02. Oktober 2007

CoverDer Peruaner Alvaro Vargas Llosa gilt als einer der führenden Freiheitsdenker und Aufklärer Südamerikas. Noch hat allerdings Che Guevara einen Popularitätsvorsprung. „Che“ prankt auf T-Shirts, Taschen und Fahnen. Ein Kinofilm strickte unlängst an seinem Mythos mit – der Sozialrevolutionär, der Arzt, der Bohemian, der gern reiste und Cuba vom Kapitalismus befreite. Es wird Zeit, die Popikone vom Sockel zu stoßen und Konsumenten wie Revolutionsromantikern darüber aufzuklären, mit wem sie eigentlich herumlaufen oder hinterherlaufen:

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Heterodox: Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (Huerta de Soto) PDF Drucken E-Mail
Freitag, 31. August 2007

CoverJesús Huerta des Soto: Die Österreichische Schule der Nationalökonomie – Markt und unternehmerische Kreativität (Deutsche Erstausgabe aus der Serie „The International Library of Austrian Economics“, Bd. 12, hg. v. Friedrich August von Hayek Institut), Wien 2007, 152 S., 19,00 EUR.

Die Österreichische Schule erfreut sich zumindest in eingeweihten Kreisen zunehmender Beliebtheit. Diese Entwicklung hat verschiedene Ursachen: So ist die Ernüchterung über das Wissen, welches an den fast durchgängig neoklassisch dominierten deutschen Universitäten vermittelt wird, groß. Die Grundsätze der Österreicher sind hingegen unmittelbar verständlich, praxistauglich und zielen auf die kleinen und großen Fragen unseres Zusammenlebens zugleich ab. Hinzu kommen Bemühungen von unterschiedlicher Seite, die teilweise verschütteten Ideen wieder zu beleben. Ein gelungener Versuch ist der von Jesús Huerta de Soto verfasste Einführungsband, der vom Hayek Institut in Wien herausgegeben wurde.

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Kultur der Freiheit? (U. di Fabio) PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Juni 2007

CoverUdo di Fabio: Die Kultur der Freiheit, C.H. Beck Verlag, München 2005.
Ein fulminanter Titel, aber ordnungspolitisch kein großer Wurf! Ein kluges Buch, aber in seiner verwickelten Vielheit, Vagheit und gleichzeitigen konservativen Verbindlichkeit kein Masterplan für eine Kultur der Freiheit. Ein merkwürdiges Buch, das zunächst durch seine 17 Seiten Inhaltsverzeichnis und dann durch „intellektuelle Fingerübungen“ irritiert.

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Deutschland im Paragraphenrausch (W. Kurzka) PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Juni 2007

CoverWieland Kurzka: Im Paragraphenrausch. Überregulierung in Deutschland – Fakten, Ursachen, Auswege, Resch Verlag, Gräfelfing 2005.

Der Resch Verlag bietet Autoren ein Forum, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Jenseits des politisch korrekten Mainstreams prangern Autoren wie Roland Baader („totgedacht“, „Fauler Zauber“, „Geld, Gold und Gottspieler“) mit kraftvollen Worten  Missstände der deutschen Gesellschaft und des deutschen Denkens an. Ihre Analysen der Ursachen und Auswege sind Streitschriften, die durch eine freiheitliche, Werte gebundene, häufig christliche Grundhaltung verbunden sind. Ein im besten Sinne liberales Bürgertum kommt hier mit populärwissenschaftlichen Sachbuchautoren zu Wort.

Der Jurist Wieland Kurzka bietet mit seiner Abhandlung zur Überregulierung in Deutschland einen Zugang zum Verständnis unserer gesellschaftlichen Krise. In den drei Abschnitten Befund, Wurzeln und Konsequenzen stellt er die „Verrechtlichung unseres gesellschaftlichen Lebens“ dar. Besonders anschaulich ist ihm die Darstellung der Normenflut gelungen, die noch einmal die teils absurden, teils totalitär anmutenden Eingriffe mehrerer Gesetzgeber in die bürgerlichen Freiheitsrechte von der Säuglingsanfangsnahrung bis zur Friedhofssatzung aufzeigt.

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Staatsformen (A. Gallus / E. Jesse ) PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Juni 2007

CoverAlexander Gallus / Eckhard Jesse (Hg.): Staatsformen. Modelle politischer Ordnung von der Antike bis zur Gegenwart, Böhlau Verlag, Köln 2004, € 39,90.

Den Staat gab es schon immer. Einen Überblick über Kontinuität und Wandel seiner real existierenden Formen und seiner Ideengeschichte bietet das wissenschaftlich nüchterne Handbuch der beiden Chemnitzer Politikwissenschaftler. Der historische Rückblick von der Antike bis heute zeigt, dass die menschlichen Bedürfnisse nach Freiheit und Wohlstand am stärksten in der Demokratie befriedigt werden.

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Die Österreicher und ihre Presseoffensive (H. Klausinger) PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Juni 2007

CoverMachlup, Morgenstern, Haberler, Hayek und andere. Wirtschaftspublizistische Beiträge in kritischer Zeit (1931-1934), herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Hansjörg Klausinger, Metropolis Verlag: Marburg 2005, 387S.; 29,80€.

Dieser Band bereitet Freude: Für Ökonomen und Historiker sind die fast 80 „Beiträge zur wirtschaftlichen Vernunft“ der dritten und vierten Generation der Österreichischen Schule eine kleine Fundgrube. Für alle wirtschaftspolitisch interessierten Leser sind außerdem die über 100 „Zwei-Minuten“-Glossen von Fritz Machlup eine gleichermaßen anregende wie unterhaltsame Lektüre. Die instruktive Einleitung und Kommentierung des Wiener Universitätsprofessors Hansjörg Klausinger ist eine wertvolle Hilfe, um die bisher weit gehend vernachlässigten journalistischen Schriften im Neuen Wiener Tagblatt aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise einordnen zu können.

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Die überstrapazierte Nation (H.-H. Gockel) PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Juni 2007

CoverHans-Hermann Gockel: Deutschland. Die überstrapazierte Nation, Resch-Verlag, Gräfelfing 2006, 203S, 13,90 EUR.

In Deutschland gehen Versagen von Politikern und Vertrauensverlust der Bürger in Politiker Hand in Hand. In seinem „schmissig“ geschriebenen Streifzug durch die inzwischen zahlreichen Trümmerlandschaften der deutschen Gesellschaft belegt der bekannte TV-Journalist Hans-Hermann Gockel dass dies gute Gründe hat. Eine Fülle von Beispielen zeigt arrogante und zynische Politiker, die vor allem auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind. Zudem wachsen Arbeitslosigkeit und Armut, weil die „Macher“ auf Kosten der Arbeitnehmer abkassieren und Deutschland zu einem Ideenbrachland geworden ist. Hinzu kommen erodierende Bildung und mangelhafte Erziehung, die eine Null-Bock-Generation heranwachsen lässt, die sich für Klingeltöne ihrer Handys begeistert und katastrophale Defizite im Grundwissen aufweist. Hans-Hermann Gockel beleuchtet auch die Themen Zuwanderung und Islamismus, exorbitante Staatsverschuldung und siechende soziale Systeme sowie (Ausländer)Kriminalität bevor er aufzeigt, warum Deutschland zu einer „Bananenrepublik“ zu verlottern droht: Polit-Theater, Korruption und „Polit-Raffkes“ (S. 186), die sich üppig bei den Diäten bedienen und zusätzlich über undurchschaubare Nebeneinkünfte verfügen. MdB sei der „attraktivste aller Titel“, die inhaltsarme, telegene Selbstinszenierung in den Talkshows wichtiger als Parlamentsdebatten.

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