Für Sie gelesen

Einschätzungen und Rezensionen bemerkenswerter Bücher, die nicht bereits Bestandteil des ordnungspolitischen Kanons sind, erscheinen in dieser Rubrik.



Nerds PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 03. April 2012

Jörg Zittlau: Nerds. Wo eine Brille ist, ist auch ein Weg, List Verlag, Berlin 2011, 239 S., 14,99 Euro.

Mises war einer! Rothbard auch? Die Rede ist von Nerds. Ihr Dasein ist für Jörg Zittlau ein „durch und durch vergeistigtes Sein.“ Eine Definition fällt auch dem Wissenschaft mit Humor verbindenden Bremer Bestsellerautor schwer; er wagt sich aber mit einer Typologie an das Phänomen heran – Hauptmerkmal: „Das Fokussieren aller geistigen Kräfte auf seine Herzensangelegenheit gehört zu den Schlüsselmerkmalen eines Nerds.“

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Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 15. März 2012

Rezension von Heike Knortz: Wirtschaftsgeschichte der Weimarer Republik. Eine Einführung in Ökonomie und Gesellschaft der ersten Deutschen Republik, Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht, 2010, erschienen in: Historische Zeitschrift 294 (2012), 247f.

Wirtschaftsgeschichte wird nicht die Bedeutung zugemessen, die ihr tatsächlich gebührt, Politik hingegen regelmäßig überbewertet. Entscheidende gesellschaftliche Entwicklungen sind ökonomischer Natur, Politik ist regelmäßig ein Krisentreiber.

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Argumente für Freiheit und gegen Knechtschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 18. Januar 2012

Gerd Habermann: Freiheit oder Knechtschaft? Ein Handlexikon für liberale Streiter, Olzog Verlag, München 2011, 256 S., 26,90 Euro.

Der Wirtschaftsphilosoph Gerd Habermann weist mit seiner neuen Kompilation auf den zeitlosen, im Krisenringen wieder brandaktuellen Gegensatz zweier ordnungspolitischen Idealtypen hin: Freiheit oder Knechtschaft? Das dem Handlexikon vorangestellte Konfuzius-Zitat ist Programm: „Wenn die Begriffe sich verwirren, verfallen die Ordnungen.“ Wie bereits mit seinem polemischen Soziallexikon „Richtigstellung“ streitet der Vollblutliberale leidenschaftlich gegen die praktizierte Umwertung der Begriffe.

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Das Euro-Abenteuer geht zu Ende PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 26. Oktober 2011

Wilhelm Hankel, Wilhelm Nölling, Karl Albrecht Schachtschneider, Dieter Spethmann, Joachim Starbatty: Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört, Kopp Verlag, 1. Auflage Juli 2011, 252 S., 19,95 Euro.

Fünf volkswirtschaftlich erfahrene Professoren, bewährt in Wissenschaft und Praxis, entlarven die Rettungs-, Stabilisierung- und Einheitspropaganda der herrschenden Nomenklatura in Brüssel und Berlin. Im Euro- und EU-Drama bedeutet Rettung nämlich Krisenverschärfung, Stabilisierung uferlose Transferzahlungen und vermeintliche Einheit tatsächlich Spaltung. In ihrem einleitenden Appell an die Bürger „Europa retten“ schreiben sie: „Die europäische Existenzkrise ist nicht vom Himmel gefallen. Sie ist das Ergebnis maßlos leichtsinniger, hoch riskanter Politik und wird Europa in den Abgrund reißen.“

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Armut überwinden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 15. Oktober 2011

Hans-Gert Braun: Armut überwinden durch Soziale Marktwirtschaft und Mittlere Technologie. Ein Strategieentwurf für Entwicklungsländer, LIT Verlag, Berlin 2010, 296 S., 39,90 Euro.

Die Überwindung von Armut zählt zu den großen Herausforderungen der Menschheit. Zugleich geht es den Menschen – wie auch der Umwelt – kontinuierlich besser, allen Schreckensmeldungen zum Trotz. Das gilt insbesondere dort, wo die Marktwirtschaft Fuss fassen kann. Zwar beanspruchen Politiker und Regierungen genauso wie Vertreter von Nichtregierungsorganisationen die Überwindung der Armut als ihre Aufgabe. Allerdings ermöglicht allein die Marktwirtschaft mehr Wohlstand, andere Institutionen wie der Staat können lediglich Rahmenbedingungen zum Guten wie zum Schlechten ändern und Entwicklungsstrategien verfolgen.

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Natürliche Verbündete: Marktwirtschaft und Umweltschutz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 12. Oktober 2011

Christian Hoffmann und Pierre Bessard (Hg.): Natürliche Verbündete. Marktwirtschaft und Umweltschutz, Edition Liberales Institut, Zürich 2009, 177 S., 9,90 Euro.

Umweltanliegen sind unvermeidlich, weil sich in einer ständig wandelnden und entwickelnden Welt Konflikte ergeben, deren Lösung nicht ad hoc möglich ist. Allerdings bieten gesicherte Eigentumsrechte, durchsetzbare Verträge, der Preismechanismus wie die Marktwirtschaft insgesamt und nicht zuletzt technischer Fortschritt Voraussetzungen, um in einem Entdeckungsverfahren die drängenden Probleme zu lösen. Das sollte zunächst vor Ort bei den Menschen selbst geschehen.

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Wirtschaft verstehen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 07. Oktober 2011

Rahim Taghizadegan: Wirtschaft wirklich verstehen. Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie, Finanzbuch Verlag, München 2011, 287 S., 24,99 Euro.

Es gibt eine Fülle von Einführungen in die Wirtschaft, dennoch mangelt es an an einem richtig guten Buch. Das hat sich nun mit Rahim Taghizadegans ganz ausgezeichneter Einführung in die Ökonomie der Österreichischen Schule geändert.

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Freiheit statt Sozialismus PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 03. Oktober 2011

Iris Karabelas: Freiheit statt Sozialismus. Rezeption und Bedeutung Friedrich August von Hayeks in der Bundesrepublik, Campus Verlag, Frankfurt, New York 2010, 250 S., 29,90 Euro.

 Friedrich August von Hayek ist wieder in aller Munde. Das war bereits vor der Weltfinanzkrise der Fall. Wann, warum und von wem Hayek in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1949 und 1990 rezipiert wurde hat Iris Karabelas in ihrer gleichermaßen allgemeinverständlichen wie lesenswerten Dissertation untersucht. Ihrer Einleitung hat sie ein Hayek-Zitat vorweg gestellt, das sein wissenschaftliches Werk und seine Empfehlung für politisches Handeln im Sinne einer freien Gesellschaft zum Ausdruck bringt: „Über lange Frist können wir die politische Tendenz nur ändern, indem wir die geistige Entwicklung ändern.“

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Libertarianism PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 26. Juli 2011

Jeffrey A. Miron: Libertarianism. From A to Z, Basic Books, New York 2010, 198 S., 18,99 Euro.

Der Hochschullehrer in Harvard und Senior Fellow des Cato Instituts hat sich erklärtermaßen schwer getan, seine libertäre – gemeint ist konsequent liberale – Perspektive auf Wirtschafts- und Sozialpolitik in Buchform zu bringen. Immerhin lautet seine Empfehlung regelmäßig: „small governemnt is the right approach“. Das Ergebnis seines Ringens mit dem Stoff ist ein lesenswertes Lexikon mit über 100 Artikel unterschiedlicher Länge (und Qualität).

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Sackgassenpublizistik - noch ein Dritter Weg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 24. Juli 2011

Roger de Weck: Nach der Krise. Gibt es einen anderen Kapitalismus?, Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, München 2009, 112 S. 10,00 Euro.

Wenn Sie einmal ein richtig schlechtes Buch lesen wollen, dann ist der Essay des früheren Chefredakteurs der Hamburger ZEIT und des Zürcher Tages-Anzeigers eine gute Wahl. Sie können sich dann wahlweise ärgern oder aber gelangweilt über wiedergekaute Marktfeindschaft und pseudointellektuelles Eintreten für eine durch und durch widersprüchliche ökosozialistische Marktwirtschaft einschlafen.

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