Für Sie gelesen

Einschätzungen und Rezensionen bemerkenswerter Bücher, die nicht bereits Bestandteil des ordnungspolitischen Kanons sind, erscheinen in dieser Rubrik.



Geschichte des ökonomischen Scheiterns PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 06. März 2013

Köhler, Ingo/Roman Rossfeld (Hrsg.), Pleitiers und Bankrotteure. Geschichte des ökonomischen Scheiterns vom 18. bis 20. Jahrhundert (Bd.), Campus Verlag, Frankfurt am Main 2012, 413 S., kart., 39,90 €.

„Wir lernen nur durch Scheitern“, diese Auffassung vertritt ein erfolgreicher Grenzgänger, der auch historische Arbeiten publiziert: Reinhold Messner. Inzwischen hat die Betriebswirtschaftslehre das Scheitern entdeckt, ganz im Sinne Messners. In der Volkswirtschaftslehre werden Jahrzehnte alte ökonomische Krisentheorien wiederentdeckt. Das Interesse am Scheitern ist interdisziplinär verbreitet. 2009 wurde auf der Tagung „Pleitiers und Bankrotteure“ an der Universität Zürich „ökonomisches Scheitern aus einer historischen Perspektive als interdisziplinäres, wirtschaftliches, soziales und kulturelles Phänomen [betrachtet]“ (S. 7). Der vorliegende Sammelband steckt ein neues Forschungsfeld ab, da zur Geschichte des ökonomischen Scheiterns bisher nur wenig gearbeitet wurde.

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Gegen das Geschäft mit dem Klimawandel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: CB   
Sonntag, 24. Februar 2013

Uwe Timm: Gegen das Geschäft mit dem Klimawandel - Plädoyer für eine freie und soziale Gesellschaft, espero - Sonderheft Nr. 13, Edition Anares & Espero, 100 Seiten, 12,00 Euro.

Pointiert und treffsicher entlarvt Uwe Timm in seinem Buch "Gegen das Geschäft mit dem Klimawandel" die zahlreichen Illusionen und Irrtümer der Klima - und Energiepolitik.

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„Er ist wieder da“ – sensationell! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 19. Februar 2013

Timur Vermes: Er ist wieder da. Der Roman, Eichborn Verlag Köln 2012, 396 S., 19,33 Euro.

Dieses Buch ist einfach großartig. Hitler erwacht 2011 auf einer Rasenfläche nahe dem Standort des Führerbunkers in seiner benzindurchtränkten Uniform. Vollkommen mittellos macht er sich an seine zweite Karriere. Als begabter Redner und Sympathieträger gelingt ihm der Aufstieg im Fernsehen – schließlich mit einer eigenen Sendung, die als Comedy und perfektes Method acting wahrgenommen wird. Mit einem Vertrag für ein neues Buch endet die Satire. Dazwischen liegen unglaublich witzige, die Lachmuskeln strapazierende Episoden und Diagnosen unserer Welt, darunter sein Besuch in der NPD-Zentrale in Köpenick.

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Freiheitskeime bereichern das Leben! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 29. Januar 2013

Henning Lindhoff (Hg.): Freiheitskeime 2013. Ein libertäres Lesebuch, Books on Demand, Norderstedt 2012, 203 S, 12,90 Euro.

Die erste Saat der Freiheitskeime ist aufgegangen! Und wer klug wirtschaftet kann im folgenden Jahr mit einer größeren Ernte rechnen. Henning Lindhoff hat das getan: die Seitenzahl hat sich fast verdreifacht und neben ihm bestellen noch 14 weitere Autoren mit insgesamt 25 Beiträgen den Boden der Freiheit.

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Einige Bücher des Jahres 2012 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 14. Dezember 2012

Zum Jahresende, aber noch vor Weihnachten ist es üblich, einige bemerkenswerte Bücher zu nennen. Durch die relativ zahlreichen Buchhinweise und -besprechungen bei FOP fällt die Auswahl schwer; die nachfolgende ist besonders subjektiv, in keinerlei Weise repräsentativ für die bunte Vielfalt freiheitlicher Publikationen und auch nicht auf das Veröffentlichungsjahr 2012 beschränkt. Vielleicht dient sie jedoch als Anregung:

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Ein Leben für die Freiheit PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Montag, 29. Oktober 2012

Joachim Gauck: Winter im Sommer – Frühling im Herbst. Erinnerungen, Pantheon Verlag, 9. Auflage Mai 2011, 347 S., 14,99 Euro.

„Es war Sommer und er war zehn Jahre alt, als sie seinen Vater abholten und nach Sibirien deportierten. Er war knapp fünfzig, Vater und Großvater geworden, als er mit der friedlichen Revolution einen „Frühling im Herbst“ erlebte.“ Joachim Gauck schildert Stationen seines Lebens, Daseins, Ausharrens im Sozialismus. Freiheitsräume schaffen und Widerstand leisten durch regelmäßige Zusammenkünfte und Lehren des Aufrechten Gangs. Im Sozialismus wurde Freiheit über alle Zeiten hinweg so unvergesslich wertvoll. Seine Aufbauarbeit als Pfarrer, Organisator zweiter Kirchentage, dann im Mittelpunkt der revolutionären Entwicklungen in Rostock 1989, überall dort wird der Leser zum Begleiter. Die ersten Handlungen als Bundesbeauftragter für die Gauck- oder Stasi-Unterlagen-Behörde bis zu deren Etablierung als wesentliche Institution für die Transformation der DDR und ein Stück auch der Bundesrepublik sind Zeitgeschichte zum Anfassen.

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Metropolen des Kapitals PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 11. Oktober 2012

Youssef Cassis: Metropolen des Kapitals. Die Geschichte der internationalen Finanzzentren 1780-2005, Murmann Verlag, (engl. Erstauflage 2006) Hamburg 2007,  500 S., 68,00 Euro.

Der Genfer Wirtschafts- und Sozialhistoriker Youssef Cassis hat aus Anlass des 200jährigen Bestehens der größten Genfer Privatbank Pictet & Cie. eine handbuchähnliche, vergleichende Abhandlung über die großen, international bedeutenden Finanzplätze der Neuzeit verfasst. Solche Metropolen gaben Vermittlern und Vermittlungsprozessen zwischen Kapitalanbietern und -nachfragern einen Standort. Liquidität, Effizienz und nicht zuletzt ein Zugang zu qualitativ hochwertigen Informationen kennzeichnen die über Jahrhunderte in ihrer Zahl relativ stabil gebliebenen regional, international und global bedeutenden Finanzplätze. Zu ihnen zählen zuvorderst New York, London und Tokio, aber auch Genf, Zürich, Paris, früher Amsterdam, heute Hong Kong, Singapur und Frankfurt.

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"Die Patin" PDF Drucken E-Mail
Samstag, 29. September 2012

Gertrud Höhler: Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut, Orell Füssli Verlag, Zürich 2012, 295 S., 21,95 Euro.

Das politische Buch des Spätsommers 2012 stammt von der Literaturwissenschaftlerin und Kommunikationsberaterin Gertrud Höhler. Es richtet sich an „alle, die die Faust noch in der Tasche haben“ wie es im vorangestellten Satz heißt. Die kontroverse Diskussion wird indes vor allem von den Kritikern bestimmt. Das ist schade, denn Getrud Höhler hat ein Gespür für die Entwicklung in Deutschland und Europa. Es geht ihr um mehr als nur „Politikmanagement am Parlament vorbei“.

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Colin Crouch: “Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus” PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: ut   
Freitag, 21. September 2012

Rezenion von Uwe Timm

Wer sich als Politikwissenschaftler versteht, sollte, auch wenn er mit seinen Sichtweisen ein bestimmtes Publikum bedient, sich einiges Wissen aneignen, bevor er ein dickes Buch schreibt.

Der Zusammenbruch der Finanzmärkte ist nach Meinung von Crouch ein Verdienst des Neoliberalismus, und da aus seiner Sicht der Neoliberalismus trotzdem nicht untergegangen ist, sucht er, diesem Rätsel, das er sich selbst stellt, auf den Grund zu gehen. Hätte er sich informiert, hätte er die schlimmsten Fehler in seinem Buch vermieden und sich die Frage stellen müssen, warum es überhaupt zur Finanzkrise kommen konnte.

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Noch eine Chance für die Soziale Marktwirtschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 02. September 2012

Peter Altmiks und Jürgen Morlok (Hg.): Noch eine Chance für die Soziale Marktwirtschaft? Rückbesinnung auf Ordnungspolitik und Haftung, Olzog Verlag, München 2012, 192 S., 26,90 Euro.

Hat die Soziale Marktwirtschaft noch eine Chance? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Kolloquiums, das die Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit zusammen mit der Reinhold-Maier-Stiftung aus Anlass der Entpflichtung von Prof. Jürgen Morlok im Spätherbst 2011 an der Karlshochschule International University in Karlsruhe veranstaltet hat. In dem vorliegenden, erneut sorgfältig lektorierten und optisch sehr ansprechend gestalteten Band stehen neun Beiträge lose neben einander. Behandelt werden unter anderem Vertrauensverlust, Armut, Staats- und Bankeninsolvenzen sowie Gleichheit, Gerechtigkeit, Fairness und Fortschritt. Die in unterschiedlichem Maße lesenswerten Aufsätze werden von Jürgen Morlok eingeleitet, der betont, dass „Rechtsstaatlichkeit und eine freie Wirtschaftsordnung die zwei Seiten derselben Medaille namens liberale Gesellschaft sind.“ Der frühere Landtagsabgeordnete weist auf die Gefahr der in Deutschland schwindenden Freiheit hin und argumentiert mit Robert Nozick, dass der umverteilende Wohlfahrtsstaat die Bürger in „Teilzeitsklaven mit schwindendem Eigentum“ verwandele. Tatsächlich beauftrage der Bürger in einer Ordnung der Freiheit den Staat, der Spielregel zu setzen habe, aber die Bürger spielen lasse. Wer die Leistungsbereitschaft stärke, der stärke zugleich die Gesellschaft, urteilt der Kuratoriumsvorsitzende der Naumann Stiftung.

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