Große Geister PDF Drucken E-Mail
Samstag, 06. August 2005
Große Geister sind geistreiche Denker und Praktiker, die durch das Denken in Ordnungen und das Prägen von ordnungspolitischen Leitlinien weit über ihren Tod hinaus Bedeutung besitzen. Wenn es so etwas wie Vorbilder und Visionäre gibt, dann gehören sie dazu.

 
 

Nationalökonom und Sozialphilosoph österreichischer Herkunft; Professor an der London School of Economics, in Chicago und in Freiburg im Breisgau, Mitbegründer der Mont Pélerin Society, 1974 Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
Der vielleicht wichtigste Liberale des 20.Jahrhunderts hat eine Verfassung der Freiheit entwickelt und kann mit dem Prädikat „sophisticated“ beschrieben werden – der Sozialphilosoph und „Old Whig“.

 
 

Wilhelm Röpke (1899-1966)

Nationalökonom und Soziologe, Professor in Jena, Marburg, Istanbul und Genf, Mitbegründer der Mont Pèlerin Society; Arbeiten auch zu den soziokulturellen Grundlagen der Wirtschaftsordnung.
Der meistgelesene Autor der Nachkriegszeit kämpfte mit vulkanischer Natur gegen die Entwurzelung des Menschen und für seine Einbindung in eine natürliche, liberale Ordnung – der Kämpfer für eine menschenwürdige Zivilisation.

Ausführlich: Biographische Skizze



Alexander Rüstow (1885-1963)

Nationalökonom und Soziologe, Professor in Istanbul und Heidelberg, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft, vereinigte universalgeschichtliche und kultursoziologische Erkenntnisse mit liberalen wirtschaftspolitischen Grundsätzen - Quintessenz: Herrschaft oder Freiheit. Für Rüstow war die Idee der Menschlichkeit ein zentrales Anliegen – der Universalgelehrte.

Ausführlich: Biographische Skizze

 
 
Henry Hazlitt (1894-1993)

US-amerikanischer Publizist, der die Österreichische Schule einem breiten Publikum insbesondere durch seine glänzend geschriebenen Buchbesprechungen und Kolumnen für namhafte Tages- und Wochenzeitungen  zugänglich gemacht hat. Von seinen Büchern ist die über 1 Millionen Mal verkaufte Einführung in die Wirtschaftspolitik „Economics in One Lesson“ besonders bekannt. Hazlitt war Mitbegründer des Bildungswerks Foundation for Economic Education (FEE) und früher Herausgeber der Zeitschrift „The Freeman“. Als Journalist, Ökonom und Philosoph wandte sich Hazlitt entschieden gegen den Interventionismus - der Stilist und Kommunikator.

Ausführlich: Ludwig von Mises Institute
 
 

Ludwig von Mises (1881-1973)

amerikanischer Nationalökonom österreichischer Herkunft, Professor in Wien, Genf und New York; Vertreter der Österreichischen Schule.
„Vater“ von Altliberalen wie Hayek und Libertären wie Rothbard. Keiner tritt so klar und kompromisslos für die Freiheit und den Liberalismus ein. Mises wies bereits in den 20er Jahren das zwangsläufige Scheitern des Sozialismus nach – der Altmeister
 
 

Ludwig Erhard (1897-1977)

Direktor der Wirtschaftsverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets, Bundeswirtschaftsminister, Bundeskanzler, „Vater des Wirtschaftswunders“ und Glücksfall der Geschichte wegen seiner 1948 eigenmächtig durchgeführten Wirtschaftsreform. Warb unermüdlich für die soziale Marktwirtschaft und eine liberale Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft. Noch heute (einziges) Beispiel dafür, dass Politik nicht immer das Problem sein muss, sondern auch eine Lösung sein kann – der Visionär und Mensch der Tat.

Ausführlich: Ludwig Erhard bei Wikipedia und Ludwig-Erhard-Stiftung.
 
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