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Neu in der Linksammlung! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 23. September 2009

Freilich wurde in die FOP-Linksammlung aufgenommen.
„Gegensätzliches mit Gegensätzlichem geheilt“ - Contraria contrariis curantur - lautet der auf Hippokrates (und Asterix) zurückgehende Wahlspruch einer jungen Gruppe Schweizer Blogger. Und „freilich“ haben die  sich in der „rechts-liberalen“ Ecke verortenden und den Liberalismus liebenden Eidgenossen etwas zu sagen: zur Schweiz und zu Europa, zu Philosophie und Kultur, Recht und Wirtschaft. Unter der (Wort-)Führung von Christian Hoffmann (Liberales Institut, Zürich) entstehen regelmäßig Hinweise auf Lesens- und Bedenkenswertes. Der Blick in die Schweiz lohnt also. Bitte mehr und weiter so!

 
Meisterhaft – Don Boudreaux über die G-20 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Dienstag, 22. September 2009

„Gute Idee“ schreibt Don Boudreaux in seinem Kommentar für die Pittsburg Tribune zu den Plänen der G-20, die Grundlagen für eine nachhaltige Erholung zu schaffen. Nur bleibe die Frage „Wie?“
Der ungekrönte König der Leserbriefe nennt zwei Wege: Die „Dezentralisten“ setzen auf Vielfalt, Wettbewerb und Kreativität, also den Markt als Entdeckungverfahren. Für sie sind Märkte stets im Zustand des Werdens, des Besserwerdens – Fehler werden durch erfolgreiche Entwicklungen mehr als ausgeglichen, Pech durch Glück.
Demgegenüber setzen die „Controller“ auf ein detailgenaues Management der Regierung. Sie vertrauen auf kluge Leute und abstrakte Vernunft zur Problemlösung. Diesen Ansatz hält Boudreaux für gefährlich, insbesondere weil große Pläne eben keinen individuellen Freiraum übrig lassen, Marktlösungen verdrängen und im Falle des Scheiterns keine Wettbewerbsalternative existiert. Alle Eier sind hier in einem Korb.
Die absehbaren Harmonisierungsbestrebungen maskierten lediglich die dahinter stehende Absage an einen Länderwettbewerb um z.B. niedrigere Steuern. Deshalb sollten wir aufmerksam beobachten, ob jenseits des Geplappers die kreative Initiative der Dezentralisten durch die zentralisierte Macht der Kontrolleure ersetzt wird.

 
Spontane statt politisierte Ordnung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 20. September 2009

Aus aktuellem Anlass (Wahlversprechen):
Zum Wesen des Menschen gehört, dass er gemessen an dem, was es zu wissen gibt, nichts weiß. Diese Botschaft sei vor allem denen verkündet, die ständig nach Gestaltung rufen.
Immerhin weiß jeder ein Stück weit über sich selbst Bescheid, über das, was er will, kann und manchmal auch das, was er nicht kann.
Sobald wir freiwillig, spontan und ungesteuert miteinander interagieren, also Handel treiben, Verträge schließen usw., bringen wir unser begrenztes, privates, lokales Wissen ein.
Das Schöne ist, dass im Zuge der Interaktion nicht nur Wissen zusammen kommt, sondern auch neues Wissen entsteht. Unser gesamtes Zusammenleben in der Gemeinschaft ist ein Entdeckungsverfahren. Hier hat die unglaubliche Kraft der spontanen Ordnung ihren Ursprung.
Sie koordiniert auf unvergleichliche Weise und schafft darüber hinaus noch gesellschaftlich verwertbares Wissen, das weit über das des Einzelnen hinausgeht. Erst der freiwillige Prozess der Interaktion lässt ein derartiges Wissen entstehen; jeder politische Eingriff aber schadet.
Politiker können einfach nicht wissen, was für die Gesellschaft gut oder schlecht ist, bevor die Menschen, aus denen sie sich zusammensetzt, es selbst herausgefunden haben. Erst offene, wettbewerbliche Prozesse lassen die Menschen herausfinden, wie sie leben wollen und was gut für sie ist.
Politik basiert auf Zwang, nicht auf Zustimmung - Politik trennt in Gewinner und Verlierer.

 
Enteignung per Einkommenssteuer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Dienstag, 08. September 2009

Klare Worte in einer autistischen Debatte von Peter Sloterdijk:

"Dies gelang ihm [dem modernen Staat] vor allem mittels einer fabelhaften Ausweitung der Besteuerungszone, nicht zuletzt durch die Einführung der progressiven Einkommensteuer, die in der Sache nicht weniger bedeutet als ein funktionales Äquivalent zur sozialistischen Enteignung, mit dem bemerkenswerten Vorzug, dass sich die Prozedur Jahr für Jahr wiederholen lässt - zumindest bei jenen, die an der Schröpfung des letzten Jahres nicht zugrunde gingen. Um das Phänomen der heutigen Steuerduldsamkeit bei den Wohlhabenden zu würdigen, sollte man vielleicht daran erinnern, dass Queen Victoria bei der erstmaligen Erhebung einer Einkommensteuer in England in Höhe von fünf Prozent sich darüber Gedanken machte, ob man hiermit nicht die Grenze des Zumutbaren überschritten habe. Inzwischen hat man sich längst an Zustände gewöhnt, in denen eine Handvoll Leistungsträger gelassen mehr als die Hälfte des nationalen Einkommensteuerbudgets bestreitet.
Zusammen mit einer bunten Liste an Schöpfungen und Schröpfungen, die überwiegend den Konsum betreffen, ergibt das einen phänomenalen Befund: Voll ausgebaute Steuerstaaten reklamieren jedes Jahr die Hälfte aller Wirtschaftserfolge ihrer produktiven Schichten für den Fiskus, ohne dass die Betroffenen zu der plausibelsten Reaktion darauf, dem antifiskalischen Bürgerkrieg, ihre Zuflucht nehmen. Dies ist ein politisches Dressurergebnis, das jeden Finanzminister des Absolutismus vor Neid hätte erblassen lassen."

 
Die Pervertierung der Marktwirtschaft - rezensiert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 11. August 2009

Zwei ansprechende Rezensionen zur "Pervertierung der Marktwirtschaft" sind erschienen:

Erich Weede bezeichnet das Buch in der FAZ als "ein Manifest, ein Aufruf zur Umkehr auf dem Weg in die Staatswirtschaft" und regt weniger Gewissheit in einigen Aussagen an.

Detmar Doering schreibt in der NZZ: "Den Markt kompromisslos und gradlinig zu verteidigen, verlangt geradezu Mut." und mahnt eine Erweiterung der Reformgenda über die im Buch gestellten Forderungen hinaus an, angesichts einer absehbaren allgemeinen Legitimationskrise der Marktwirtschaft.

Zusatz: Ein exzellenter Artikel ist in der NZZ vom 11.08.2009 zu den vermeintlichen Manipulationen der Ölmärkte erschienen - Titel: "Die Jagd auf Spekulanten ist wieder eröffnet" (leider nicht online erhältlich).

 
Doppelmythos PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 22. Juli 2009

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) empfiehlt zur Minderung der Staatsschulden laut Spiegel online eine stärkere Besteuerung von Vermögen und prognostiziert Einnahmen für den Staat von jährlich rund 25 Mrd. Euro.
Leider beruht die Empfehlung auf einem doppelten Trugschluss: Spätestens seit den 80er Jahren ist empirisch belegt, dass Steuererhöhungen für den Abbau von Budgetdefiziten ungeeignet sind. Der Staat gibt nämlich stets das Geld aus den Steuererhöhungen plus einen Aufschlag aus. Steuererhöhungen sorgen also nicht für eine Verminderung der Staatsschulden, sondern erhöhen sie. Zugleich fehlt jeder besteuerte Euro für private Investitionen und Konsum, wodurch zusätzliche Staatsausgaben etwa zur Alimentierung von Arbeitslosen anfallen.

Der "verzweifelte Kampf gegen die Kreditklemme", ebenfalls bei Spiegel online veröffentlicht, zeigt die bizarr anmutende Diskussion um die als mangelhaft wahrgenommene Kreditvergabe der Banken.
Tatsächlich handelt es sich nicht um ein Liquiditäts-, sondern um ein Solvenzproblem. "Den" Banken und "der" Wirtschaft mangelt es nicht an Liquidität wie die stetig wachsende Kreditvergabe vor, während und nach der Lehmann-Pleite exemplarisch belegt. So verfügen die Finanzinstitute über zu wenig Eigenkapital. Dieses strukturelle Defizit ist unauflösbar mit der staatlichen Geldproduktion verbunden. Erst nach dem Ende der aktuellen Korrekturphase ist eine nachhaltige Heilung durch Free Banking möglich.

 
Gaga PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Donnerstag, 16. Juli 2009

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen, korrigiere wegen Gartenzwergen. Die süddeutsche.de berichtet über Auswüchse politischer Korrektheit.

Es ist fragwürdig, ob eine freie Gesellschaft, durch Verbote von Symbolen gefährlicher und menschenverachtender Ideologien geschützt wird als durch eine lebendige Bürgerbewegung aus eigenem Antrieb. Eindeutig inakzeptabel ist hingegen die Ungleichbehaldung zweier totalitärer Symbole: Während das Hakenkreuz verboten ist, bleiben Hamer und Sichel sowie der Rote Stern erlaubt. Letzter ist in Form von Blumen sogar im Innenhof von Schloß Cecilienhof (Potsdam) zu betrachten.

 
Absurd PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 15. Juli 2009

"Jeder dritte Euro fließt in soziale Sicherung" titelte Welt Online. Die Sozialleistungen steigen in Deutschland 2009 auf 754 Milliarden Euro. Sozialleistungen sind ein Gradmesser für die Umverteilung und umfassen u.a. Rentenzahlungen, Gesundheitsausgaben, Pflegegeld, Arbeitslosengeld und Gelder für die Familienpolitik. Offenkundig ließe sich jede der staatlichen Umverteilungsmaßnahmen effizienter und sicherer privat organisieren.

Alexander Rüstow kritisierte bereits 1959 die Fortführung einer „musealen Sozialpolitik“: Sozialpolitik habe nur als Sozialfürsorge eine Berechtigung. Den Sozialaufwand des Jahres 1958 von 33 Mrd. DM bezeichnete er als schweren Fehler, zumal die Kosten vielfach von der Arbeiterschaft selbst getragen werden müssten. Dass dies zur Linderung der Not in einer in Hochblüte befindlichen Wirtschaft erforderlich sei, „glaubt doch niemand“. Auch gegen die Zahlung von Kindergeld erhob er „allerschwerste Einwände“. Entproletarisierung bedeutet für Rüstow Rückführung des Sozialstaats und nicht seinen Ausbau.

Die liberal-konservativen Gründerväter der Bundesrepubik Deutschland Rüstow und Röpke würden die heutige Sozialpolitik als völlig absurd vehement kritiseren.

 
Unterreguliert oder uninformiert? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Dienstag, 07. Juli 2009

Das Gerücht, die internationalen Finanzmärkte seien zu wenig reguliert, hält sich hartnäckig. Insbesondere die USA gelten als Hort entfesselter Marktkräfte. Als Ursache für die sogenannte „Finanzkrise“ wird gemeinhin eine Art Amoklauf des Laissez-faire-Kapitalismus auf den Finanzmärkten behauptet.
Nun wäre es kleinlich, auf die 100 Behörden hinzuweisen, die allein in den USA mit der Regulierung der Finanzmärkte befasst sind, oder auf 85.000 US-Gesetze und Verordnungen. Thomas DiLorenzo hat im Mises Daily Article vom 13.05.2009 auf einige Regulierungszuständigkeiten der Fed hingewiesen. Dazu zählen: Wer eine Bank besitzen darf, Kapitalstandards, Reserveanforderungen, Interbanken Verbindlichkeiten, Anforderungen beim Subprimegeschäft bezüglich des Comunity Reinvestment Act, Konsumenten Leasing, „Fair credit“ Berichte, Regulierung sämtlicher in- und ausländischer Banken sowie ihre Branchen, Nicht-Bank-Aktivitäten ausländischer Banken, Finanzberichte, Bilanzierungsverfahren von Banken, Verbraucherschutzgesetze, Informationstechnologie, die in Banken benutzt werden, ausländische Investionen von Banken, ausländische Kreditvergabe von Banken, usw. usf.

 
Lord Dahrendorf (1929-2009) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 18. Juni 2009

Die Welt hat einen sehr geachteten Liberalen verloren. Lord Dahrendorf ist tot, aber er hat uns noch viel zu sagen!

Das gilt auch für zwei knappe, sehr anregende Bücher von ihm, die ich vor geraumer Zeit beim internationalen Wissenschaftsnetzwerk HSK besprechen durfte - seine Lebenserinnerungen und ein Gespräch über die Krisen der Demokratie.

 
Lesens- und sehenswert PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 16. Juni 2009
 
Lesenswert:
Interview mit Roland Baader auf factum online über gutes und schlechtes Geld, die Ursachen der Finanzkrise, Freiheit und Religion.
 
Sehenswert:
Eine Heerschau der Freunde der Freiheit beim "Forum Freiheit" am 17.06.2009 ab 13.00 Uhr im Manzini, Berlin-Mitte mit der "Agenda der Freiheit".
 
Wirtschaftspolitik verursacht Krisen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 09. Mai 2009
Henry Hazlitt hat den Unterschied zwischen guter und schlechter Wirtschaftspolitik in "Economics in one lesson" eindrucksvoll herausgearbeitet. Wirtschaftspolitik scheint vorwiegend Krisen verursachende Politik zu sein wie Fritz Machlup in seinem "Führer durch die Krisenpolitik" konstatierte.
In Die Freie Welt sind kürzlich zwei Beiträge erschienen, die diese Erkenntnisse illustrieren: zur Sozialpolitik und zum New Deal.
 
Ran an die europäischen Fleischtöpfe! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Sonntag, 03. Mai 2009

Alles drängt nach Europa: Der FC Bayern München hat seinen Trainer gefeuert, um sein Minimalziel in dieser Saison zu erreichen - den zweiten Platz und die damit verbundene Qualifikation für die europäische Champions League. Die Parteien plakatieren die Innenstädte mit Wahlversprechen und schicken ihre Spitzenkandidaten überlebensgroß in die Europawahlen am 7. Juni 2009. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fußball und (europäischen) Wahlen?

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Freiheit wählen! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 25. April 2009
Aufruf an alle Berliner: Gehen Sie wählen! Die Sozialisten suggerieren, es gäbe einen Wahlzwang. Zwingen wir Sie, uns frei wählen zu lassen. Die Fächer Ethik und Religion sollten der Wahl von Schülern und Eltern überlassen sein. Ja! zur Pro-Reli-Initiative.
 
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